Kennen Sie schon Colliii Awards 2011 nominierte Beatrix Schröder?Kennen Sie schon Colliii Awards 2011 nominierte Beatrix Schröder?

Treffen Sie die deutsche Puppenkünstlerin Beatrix Schröder, die für ihre Liebe zum Detail bekannt ist.

Colliii.com: Warum hast du dich dazu entschlossen, an den Colliii Awards 2011 teilzunehmen?

Beatrix Schröder: Ich habe in erster Linie aus Spaß an den Colliii Awards teilgenommen. Es ist immer wieder so schön aufregend und es macht einfach Freude, mitzumachen, auch ohne echte Hoffnungen auf eine Nominierung.
Leider finden viele wichtige Wettbewerbe in viel zu großer Entfernung zu meinem Wohnort Hamburg statt, weswegen die Colliii Awards bisher der einzige Wettbewerb sind, an dem ich teilgenommen habe. Zusätzlich habe ich dieses Jahr auch noch das Ervera-Qualitätssiegel für Rebornbabys erhalten, worüber ich mich auch sehr freue. Hierfür habe ich einige meiner Arbeiten zur Begutachtung an den Verein gesendet, unter anderem auch meinen nominierten ,,Mike''.

Colliii.com:
Wieso hast du dich für diese Bausätze entschieden? Haben Sie eine besondere Bedeutung für dich?

Beatrix Schröder: Der Bausatz Bella hat insofern eine ganz besondere Bedeutung für mich, da er meinem Sohn Mike wirklich sehr ähnlich sieht. Ich wollte mir schon immer mal irgendwann meinen Sohn nach rebornen, und als ich die Bella damals sah, war sie es. Leider sind dann gut zwei Jahre vergangen, bis ich mir endlich mal die Zeit nehmen konnte, ihn zu rebornen. Zwischenzeitlich war ich dann noch an einen zweiten Bella-Bausatz gekommen, und nachdem ich den Mike fertig hatte, hat es mich dann gereizt, dazu einfach noch eine Zwillingsschwester anzufertigen.

Colliii.com:
Wie lange rebornst du schon?

Beatrix Schröder:Ich reborne seit November 2007. Zum ersten mal gesehen hatte ich ein Rebornbaby nur wenige Monate vorher. Ich wusste bis dahin überhaupt nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Für mich war aber schnell klar, dass ich das selbst gern machen möchte, auch weil ich schon immer künstlerischen, kreativen Arbeiten sehr zugetan war. Doch erstmal musste gespart und sich schlau gemacht werden. Als ich dann alle nötigen Materialien zusammen hatte und eigentlich loslegen konnte, verstarb dann aber leider meine Mutter, sie war eine leidenschaftliche Puppensammlerin. Ich legte also erst mal alles wieder für eine Weile weg, doch im November war es dann soweit und ich habe fortan nicht mehr auf Leinwände gemalt, sondern auf Vinyl.

Colliii.com: Was geschieht mit deinen fertigen Reborns? Verkaufst du sie oder behältst du sie lieber?

Beatrix Schröder: Ich verkaufe meine Reborns, obwohl ich sie manchmal auch gern noch ein wenig behalten würde, aber da ich heute sehr viel mehr Zeit zum Fertigen jeder einzelnen Puppe benötige, da ich meine Färbe- und Rootingtechniken inzwischen sehr verfeinert habe, bleibt keine Zeit zum Behalten, denn zum einen lebe ich ja auch vom Verkauf, da ich hauptberuflich reborne und zum anderen möchte ich natürlich auch meine Kunden zufrieden stellen, was durch die nun viel längeren Fertigungszeiten inzwischen gar nicht mehr so einfach ist.
Absolut unverkäuflich sind aber natürlich mein ,,Mike'' sowie mein allererstes Reborn, die Vivien. Auf meine Vivien war ich damals noch so stolz, auch wenn ich sie insgesamt drei mal neu gefärbt hatte. Wenn ich sie heute ansehe, muss ich dann immer lächeln, denn im Vergleich zu meinen heutigen Arbeiten ist sie noch ein kleines burgund- und auberginfarbenes Etwas mit großen Kulleraugen und einem Strubbelkopf.

Colliii.com: Du hast mal Kurse gegeben. Machst du das immer noch, oder hast du es bald wieder vor?

Beatrix Schröder: Zur Zeit musste ich die Kurse leider erst mal einstellen, da mir hierfür immer mehr die Zeit fehlt, was auch am Anfertigen der vielen Prototypen in den letzten Monaten lag und immer noch liegt, denn es warten hier schon wieder die nächsten. Daher konnte ich auch noch keine neuen Kurstermine planen. Für meine Kurse benötige ich eben sehr viel Zeit, um Rebornanfängern eine ausführliche ,,Anleitung'' zum Färben und Rooten zu vermitteln, sodass sie zu Hause gleich allein loslegen können. Diese Kurse erstrecken sich über 2 ½ Tage, oft sind die Teilnehmer dann noch bis weit in den späten Abend hier bei mir am Fertigen ihres Rebornbabys. Zudem kommt für mich dann immer noch ein Vorbereitungstag dazu, der z.B. mit einem Großeinkauf für die Verköstigung der Kursteilnehmer und das Umstellen des Arbeitszimmers verbunden ist. So ein Kurs ist für mich sehr anstrengend, da ich immer mit voller Konzentration dabei sein muss und z.B. am Rootingtag selbst kontinuirlich an den Köpfen der Kursbabys mitroote. Aber es macht natürlich auch viel Spaß, denn man trifft immer in einer sehr netten, gleichgesinnten Gruppe zusammen und am Abend des letzten Kurstages freuen sich dann immer alle ganz riesig über ihr erstes, selbst gefertigtes Rebornbaby, was immer ganz stolz mit nach Hause genommen wird. Sofern ich aber wieder neue Kurstermine habe, werde ich diese auf meiner Homepage bekannt geben

Colliii.com: Hast du auch eine Internetseite, auf der man deine Werke bestaunen kann?

Beatrix Schröder: Ja, meine Homepage findet man unter: www.beatrix-reborn-babys.de